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Pilates

Der deutschstämmige Amerikaner Joseph Hubertus Pilates wurde im Jahr 1880 in der Nähe von Düsseldorf geboren.

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Als Kind hatte er Asthma und Rachitis. Mit zehn Jahren begann er mit gymnastischen Übungen und einer Art Krafttraining. Er erreichte innerhalb der nächsten fünf Jahre einen muskulösen, definierten Körper zu haben und wurde öfters als Studienobjekt oder für anatomische Zeichnungen als Modell genommen.

Mit 32 Jahren wanderte „Joe“ nach England aus und bildete bald danach die Detektive von Scottland Yard im Boxen und Ringen aus. Im ersten Weltkrieg kam er in ein Internierungslager.

Während seiner Gefangenschaft begann er seine Techniken des Körpertrainings weiter auszubauen und trainierte seine Mitgefangenen nach dem von ihm entwickelten Gymnastikprogramm. Als Trainingsgeräte standen nur Betten zur Verfügung, die er zweckmässig umfunktionierte.

1923 wanderte er in die USA aus. In New York eröffnete er sein erstes Studio. Er konzipierte verschiedene Trainingsübungen auch für Tänzer, sodass bald eine Menge Mitglieder des New York City Ballet, Politiker, Geschäftsleute und Sportler bei ihm trainierten.

In den 1940er Jahren war Pilates in New York eine angesagte Institution. Er starb 1967 mit 87 Jahren. Bis fünf Jahre vor seinem Tod stellte er seinen durchtrainierten Körper zur Schau und zeigte Kraftkunststücke vor.

Im Jahre 1970 wurde das erste Studio nach „Pilates“ in Los Angeles eröffnet und seither ist es in den USA trendy, nach dieser Methode zu trainieren.

Verschiedene Schüler von Pilates haben ihren eigenen Stil hervorgebracht, erfahrene Sportwissenschaftler korrigierten einige der Übungen und heutzutage sind verschiedene neue Geräte im Handel erhältlich. Der Name Pilates ist nicht geschützt.

Die drei Pilates-Grundprinzipien

Konzentration

Die Konzentration beim Üben sollte immer auf die Bewegung, die Position, die Haltung, auf die Körpermitte, das “Powerhouse” gerichtet sein. Der Gedanke steuert die Bewegung in jeder Phase, der Geist erfüllt den ganzen Körper. Es geht also in erster Linie darum, den Körper bewusst wahrzunehmen.

Präzision

Die Konzentration fördert die Präzision der Bewegung, die Präzision schafft dauernd eine gekonnte Beantwortung der kinästhetischen Reize, welche wiederum die exakte Ausführung ermöglicht. Präzision ist nur möglich mit absoluter Konzentration und dauernder Kontrolle.

Kontrolle

Die Kontrolle jedes Details, jedes Körperteils, der Atmung, des Gleichgewichtes, der Ruhe und der Bewegung, ermöglicht erst die präzise Ausführung jeder Übung bis hin ins letzte, oft unwichtig scheinende Segment. Die Konsequenz der Kontrolle ist Körperbeherrschung.

Pilates ist nicht einfach Gymnastik, Pilates ist eine Erfahrung und eine Herausforderung. Lassen Sie sich darauf ein und erleben Sie Ihren Körper ganz neu!